Bindegewebs- Massage nach Dicke

Die Bindegewebsmassage (BGM) ist eine spezielle Form der Reiztherapie. Man geht davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels der Unterhaut entsteht.
Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis ein Spannungsausgleich hergestellt ist. Bei der Ausführung der Bindegewebsmassage ist die körperliche Empfindung ein charakteristisches Schneidegefühl an allen therapierelevanten Stellen.

Bei Reizung des subkutanen Bindegewebes kommt es direkt zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, da jede Nervenwurzel des Rückenmarkes auch Organe, Knochen, Muskulatur, Blutgefäße und Haut versorgt, die im zugehörigen Segment liegen. Reflektorisch werden daher über gezielte Behandlung von Hautarealen auch Organe und ihre Funktion beeinflusst. Neben diesen allgemeinen und reflektorischen Wirkungen werden durch den lokalen Spannungsausgleich Störungen des Bewegungsapparates verbessert.

Indikationen:

Durchblutungsstörungen
Kopfschmerzsymptome
Erkrankungen der Atemwege
Innere Krankheiten
Frauenheilkunde
Chirurgisch-orthopädische Erkrankungen
Erkrankungen der Wirbelsäule
Erkrankung des Nervensystems
Funktionelle Beschwerden
Vegetative Dystonien
Schmerzen ohne Fehlfunktion oder sichtbaren Befund
Geburtsvorbereitung

Behandlungsfrequenz / Dauer:

Die BGM zeigt oft eine spontane und starke Wirkung, was wünschenswert ist.
Die Behandlung sollte anfangs 2-3x pro Woche gesetzt werden, wobei der Therapeut nach einem bestimmten aufbauenden Behandlungsschema vorgeht. Die ersten Behandlungen dauern ca. 15-30 Minuten. Später kann bis zu 50 Minuten erhöht werden, je nachdem, ob es sich um eine akute oder chronische Erkrankung handelt. Im Behandlungsverlauf kann 1-2x pro Woche reduziert werden.

Eine Nachruhezeit ist unbedingt erforderlich!

Bindegewebsmassage kann Ihr Arzt verschreiben!